Die ERP-Software für den unteren Mittelstand, SAP Business One, unterstützt bislang ausschließlich das Datenbanksystem SQL Server von Microsoft. Das soll sich ändern. 2012 wird…
Laut SAP Info erfolge die Integration von HANA in zwei Phasen. In Phase eins werde SAP HANA parallel zu MS SQL Server laufen. In Phase zwei sollen Analysefunktionen und Transaktionen direkt in HANA ausgeführt werden, sodass Analyse und Datenverarbeitung in Echtzeit erfolgen könnten.
Was aber heißt das dann für den Microsoft SQL Server?
SAP teilte auf Anfrage des is report mit, dass der MS SQL Server auf kurze Sicht nicht ersetzt und die SAP das Datenbanksystem von Microsoft weiterhin für Business One unterstützen werde. Hmmmmmmmh, aber wozu, wenn sowohl Analyse als auch Transaktionsdaten direkt über HANA laufen? SAP würde dem Konkurrenten im ERP-Geschäft für den Mittelstand (Microsoft mit Dynamics) quer subventionieren. Immerhin gibt es weltweit mehrere Zehntausend Installationen von SAP Business One.
Dasselbe gilt für die SAP Business Suite. Warum sollte die SAP weiterhin die Datenbank des Erzfeindes Oracle unterstützen, wenn die Walldorfer selbst eine mit hohen Entwicklungskosten und Zukäufen erstellte taugliche Lösung anbieten, die für den Einsatz mit den ERP-Systemen aus dem eignem Hause optimiert ist. Für die Business Suite wird es wohl noch etwas dauern bis HANA auch für Transaktionsdaten aureichend ist. Stand heute setzt noch die mit Abstand größte Anzahl der SAP Installationen auf Oracle-Datenbanken auf – kann mir nicht vorstellen, dass das langfrisitig im Interesse der SAP ist.
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