Morgen öffnen die DSAG-Technologietage der deutschsprachigen SAP Anwendergruppe in Mannheim ihre Tore. Für den is report ist Jürgen Frisch vor Ort und berichtet akutell von der ersten großen Konferenz der SAP-Kunden in der Nach-Apotheker-Ära. Am Vortag der Veranstaltung hat die DSAG eine aktuelle Umfrage unter ihren Mitgliedern veröffentlicht. Demnach bleiben...
...die IT-Budgets der DSAG-Mitglieder im Jahr 2010 auf dem Vorjahresniveau. Das geben die rund 300 Unternehmen an, die sich an der jährlichen Investitionsumfrage 2010 der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe DSAG beteiligt haben. Demnach entfällt rund ein Drittel des IT-Budgets auf SAP-Anwendungen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Wert stabil geblieben. Knapp zwei Drittel der SAP-Ausgaben sind für Dienstleistungen eingeplant, ein Fünftel für SAP-Applikationen.
Kernanwendungen werden aktualisiert
Von den Investitionen in die SAP-Lösungen entfallen knapp 60 Prozent auf das Umfeld von SAP ERP. An zweiter Stelle steht SAP NetWeaver Business Warehouse mit über 30 Prozent, gefolgt von SAP BusinessObjects, dem SAP NetWeaver Portal, dem SAP Solution Manager sowie Branchenlösungen. „Unsere Mitglieder konzentrieren sich auf Projekte, mit denen sie ihre Kernanwendungen aktualisieren und erweitern“, kommentiert DSAG-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Karl Liebstückel das Investitionsverhalten. „Generell verhalten sich die Anwender momentan eher konservativ.“
Rund 80 Prozent setzen auf SAP ERP 6.0
Die Verbreitung von SAP ERP 6.0 hat im vergangenen Jahr einen weiteren Schub erhalten. Rund 80 Prozent der teilnehmenden Unternehmen setzten mittlerweile die aktuellste SAP-ERP-Version ein. 2009 waren es knapp 47 Prozent. Der hohe Prozentsatz bezieht sich vornehmlich auf die Hauptinstallationen. Der ermittelte Wert lässt jedoch nur einen bedingten Rückschluss auf die Gesamtverbreitung von SAP ERP 6.0 zu. Der Anteil im Bezug auf alle Installationen ist erfahrungsgemäß deutlich niedriger. Rund 15 Prozent der teilnehmenden Mitgliedsunternehmen haben auch noch SAP R/3 4.7 im Einsatz. „Im Vergleich zu nicht organisierten SAP-Kunden liegt die Adaptionsrate bei den DSAG-Mitgliedern aufgrund ihres besseren Informationsstands bezüglich SAP-Produkten höher“, erläutert Liebstückel. Knapp die Hälfte der Befragten hat bereits ein SAP Enhancement Package eingespielt. Spitzenreiter ist das Erweiterungspaket Nummer 4.
Business-Intelligence-Roadmap lässt noch Fragen offen
Anhaltender Informationsbedarf in Sachen Business-Intelligence-Roadmap
Neben SAP NetWeaver Business Warehouse mit über 30 Prozent der Nennungen interessieren sich die DSAG-Mitglieder für das Portfolio von SAP BusinessObjects. Knapp 15 Prozent der Befragten planen, darin zu investieren. Das entspricht einer Steigerung um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Etwas mehr als ein Fünftel der Umfrageteilnehmer fühlt sich in Sachen Business-Intelligence-Roadmap seitens SAP gut informiert. Für den Rest der Befragten besteht noch Informationsbedarf. Während knapp ein Drittel die Auswirkungen der BusinessObjects-Übernahme auf das SAP-Produktportfolio positiv bewertet, haben sich fast 20 Prozent dazu bislang keine Meinung gebildet. „Für die SAP besteht hier noch Aufklärungsbedarf“, erläutert Dr. Marco Lenck, Mitglied im Vorstand der DSAG mit dem Fachressort Technologie. „Wir nehmen ein gesteigertes Interesse an der SAP BusinessObjects-Produktwelt war. Die Zusammenführung der Produktlinien ist noch jedoch nicht vollständig abgeschlossen.“
Die Mehrheit wählt den Standard Support
Beim Support haben SAP-Kunden bis 15. März 2010 Zeit, sich für ein Wartungsmodell zu entscheiden. Bei den DSAG-Mitgliedern zeigt sich ein eindeutiger Trend in Richtung des einfacheren Standard Support. Im SAP Enterprise Support sehen wie vor rund zwei Drittel der Anwender keinen signifikanten Mehrwert. „Die Wechselrate von Standard Support auf Enterprise Support ist momentan relativ niedrig“, berichtet Andreas Oczko, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der DSAG. „Die SAP wird den Kunden den Nutzen und die angekündigten Vorteile des umfassenden Support-Modells anhand von praktischen Beispielen verdeutlichen müssen. Als Anwenderorganisation stehen wir bereit, um Feedback zu den neuen Services und Funktionen zu geben.“ jf
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