Für viele SAP-Anwenderunternehmen herrscht nun Gewissheit: Der von SAP gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) geplante Preiserhöhungsmechanismus beim Standard Support in Deutschland und Österreich trifft laut der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) e. V. langjährige und treue Kunden hart. Durch diese individuellen Preiserhöhungen würden sie deutlich schlechter gestellt als Kunden, die…
…ihre Verträge zu einem späteren Zeitpunkt umgestellt haben. „Über die angekündigte Preiserhöhung sollen Kunden bewegt werden, sich für SAP Enterprise Support zu entscheiden, auch wenn sie für die darin enthaltenen Leistungen über den Standard Support hinaus keinen Bedarf haben“, beschreibt Werner Schwarz, Experte für die Support-Thematik im CIO-Beirat und CIO bei der Gerolsteiner Brunnen GmbH & Co. KG, die aktuelle Situation. Hintergrund für die anhaltende Diskussion sei der von SAP an ihre Kunden verschickte Brief mit den Preiserhöhungen der Wartungssätze speziell beim Standard Support (Pflegevergütung).
Inhaltliche und preisliche Unterscheidung der beiden Support-Modelle gefordert
Deshalb fordern Vorstand und CIO-Beirat der DSAG weiterhin eine klare inhaltliche und preisliche Unterscheidung der beiden Support-Modelle. „Außerdem legen wir nach wie vor großen Wert auf den Nachweis des Mehrwerts von SAP Enterprise Support und arbeiten hier aktiv mit SAP und anderen Anwendergruppen im Rahmen des SAP Usergroup Executive Networks (SUGEN) zusammen“, erklärt Andreas Oczko, stellvertretender DSAG-Vorstandsvorsitzender und Ressortvorstand Operations/Service & Support.
Sonderkündigungsrecht von 14 Tagen
Nachdem SAP ihre Kunden über die Preisanpassungen informiert habe, herrsche vielerorts Unsicherheit hinsichtlich des zu nutzenden Support-Modells. Unter Umständen sei der Standard Support jetzt teurer als der Enterprise Support. „Da SAP-Kunden im Rahmen ihres Sonderkündigungsrechts nur 14 Tage Zeit für die Rückmeldung haben, sollten sie umgehend das Gespräch mit SAP suchen und gegebenenfalls herrschende Unklarheiten beseitigen“, rät Andreas Oczko.
„In Anbetracht der aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und um zu einer vertrauensvollen Geschäftsbeziehung zurückzukehren, wäre eine generelle Aussetzung der Preiserhöhung der richtige Weg gewesen. Das hätte ein positives Signal zum richtigen Zeitpunkt in die richtige Richtung an alle SAP-Kunden gesetzt“, teilen die Anwendervertreter weiter mit.
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