Das Mode- und Lifestyle Unternehmen GERRY WEBER International AG führt im Laufe des nächsten Jahres die RFID-Technologie (Radiofrequenz-Identifikation) zur Optimierung der Logistik- und Retailprozesse sowie gleichzeitig als neue Form der Warensicherung ein. Die GERRY WEBER-Gruppe ist…
…den Angaben zu Folge das deutschlandweit erste Unternehmen, das RFID als Warensicherungstechnologie einsetzen wird. Als weitere Innovation näht der Bekleidungshersteller textile RFID-Etiketten in seine Produkte ein. „Für uns ist die Entscheidung des RFID-Rollouts ein echter Meilenstein“, betont Gerhard Weber, Vorstandsvorsitzender der GERRY WEBER International AG, und fügt hinzu: „Wir laden alle anderen Bekleidungshersteller ein, an der breiten Einführung von RFID mitzuwirken, um den Einzelhändlern hierdurch erhebliche Kostensenkungen sowie Transparenz- und Effizienzsteigerungen zu ermöglichen.“
Pflegeetikett erhält RFID-Chip
Zusammen mit Partnern aus Industrie und Universitäten habe GERRY WEBER das textile Pflegeetikett, die Warensicherungsfunktionalität sowie den elektronischen Produktcode kostengünstig direkt im Produkt vereinen können. Der RFID-Chip wird dabei in das textile Pflegeetikett der jährlich etwa 25 Millionen gefertigten Kleidungsstücke integriert.
Durch den elektronischen Produktcode, der sich neben der Warensicherungsfunktionalität auf den Chips befindet, könne die Bekleidung von GERRY WEBER in Zukunft hängend wie liegend aufwandsminimal erfasst und die Transparenz in der Logistikkette erhöht werden.
Zeitintensive Zählungen entfallen
Die Logistikunternehmen DHL, Hellmann, Meyer&Meyer und Fiege werden den Angaben zu Folge deshalb gleichzeitig Logistikstandorte im In- und Ausland mit der RFID Technologie ausstatten. „RFID ist eine Technologie, mit der auf den Flächen des Handels eine hohe Bestandsgenauigkeit und daraus folgend eine bessere Warenversorgung erreicht werden kann“, erläutert Dr. David Frink, Vorstand für Produktion, Logistik und IT der GERRY WEBER International AG, und ergänzt: „Zeitintensive Zählungen beispielsweise bei Inventuren sind dann nicht mehr nötig. Dadurch bleibt dem Personal in Zukunft mehr Zeit für die individuelle Beratung.“
150 Filialen erhalten Warensicherungsfunktion
Von Frühjahr bis Herbst 2009 sei die Eignung von RFID als Warensicherungstechnologie in mehreren HOUSES OF GERRY WEBER gemeinsam mit der Deutschen Telekom getestet worden. Das Prinzip besteht darin, dass jedes in der Filiale befindliche RFID-Tag in einer Datenbank verwaltet und dessen Warensicherungsfunktion erst nach erfolgreichem Kassiervorgang deaktiviert wird. Will ein Dieb Ware stehlen, die noch nicht an der Kasse ausgebucht wurde, wird über Antennen am Ausgang des Geschäftes ein Alarm ausgelöst. Speziell für diesen Einsatzzweck habe die Deutsche Telekom gemeinsam mit GERRY WEBER eine Funkantenne entworfen. Die textilen Pflegeetiketten mit integrierter Warensicherung und elektronischem Produktcode wurden durch das Unternehmen Avery Dennison gemeinsam mit dem Mode- und Lifestyle Unternehmen für die speziellen Anforderungen der Bekleidungsbranche entwickelt. Die Firmen werden im neuen Jahr die dann über 150 eigenen Filialen im In- und Ausland mit der neuen Warensicherungstechnik ausrüsten.
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