Bislang hat die SAP jeden Kunden ihrer neuen On-Demand-Lösung Business ByDesign ein eigenes Blade für ihre Softwareinstanz spendiert. Das wird sich ändern. Nicht weil...
...die Blades zu teuer sind, sondern die Administrierung jedes Kunden pro Blade. "Wir bewegen uns Richtung Multi Tenancy", bestätigt Rainer Zinow (Bild unten), Senior Vice President ByD Innovation bei SAP, auf der SAP World Tour, die heute in Mannheim Station macht. Das Core der Mittelstandssoftware würde dann für alle ByD-Kunden stabil bleiben, individuelle Codestrecken der Kunden aber separat vorgehalten werden. Wie die SAP diese Nuss knacken will, verriet Zinow allerdings nicht. Am Ziel spätestens Ende 2010 mit einer für den Massenmarkt tauglichen Lösung, sprich für SAP zu vertretbaren TCOs vermarktbaren Lösung, an den Markt zu gehen, halte die SAP aber fest.
Datenhaltung im Hauptspeicher Die durchschnittliche Antwortzeit von SAP Business ByDesign beträgt laut SAP-Manager Zinow (Foto links) 1,6 Sekunden bei Kunden, die die Lösung produktiv einsetzen. Der ERP-Hersteller ist also noch ein ganzes Stück weit entfernt, von den anvisierten Reaktionszeiten von unter 1 Sekunde, und noch ziemlich weit von der von dem SAP-Mitgründer und –Aufsichtsratsvorsitzendem Hasso Plattner angestrebten Anwendung ohne Antwortzeiten. Eine mögliche Lösung ist laut dem SAP-Grandseigneur eine Umstellung auf eine spaltenorientierte Datenverarbeitung im Hauptspeicher.
Spaltenorientierter Datenbankzugriff
ByD würden dann mit der TREX genannten Search-Engine bei Abfragen spaltenorientiert auf die im Hauptspeicher vorgehaltenen Daten zugreifen. In der für Juli avisierten Version ByD 2.0 sei die neue Abfrage-Technologie schon teilweise enthalten, aber Plattner will mehr: „Wenn die SAP mit zieht, könnte ByD in einer Version nach 2.5 nur noch TREX-basierend sein“, deutet Plattner in Mannheim an. Aber daran glauben noch nicht alle bei der SAP: „Eine physikalische Repräsentanz, eine Persistence auf eine relationale Datenbank werden wir brauchen“, erklärt ByD-Manager Rainer Zinow. Das sei beispielsweise notwendig, bei einem nicht vollständig auszuschließenden Stromausfall, um die Daten zu sichern.
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