Hebt ein Elefant seinen Rüssel nach oben, gilt das als Glücksbringer. Das kann der neue Mehrheitseigentümer des ERP-Herstellers SoftM, Janusz Filipiak (Foto), bei seinem Vorhaben durchaus brauchen. Mit dem auf Microsoft .NET basierenden SoftM Altum will der von ihm gegründete polnische Softwarekonzern Comarch…
….auch in Deutschland kleine Betriebe und Unternehmen des unteren Mittelstandes als Kunden gewinnen.
Das Softwarepaket umfasst Funktionen für die Buchhaltung, Finanzen, Verkauf, Lager, Bestellwesen und das Management von Kundenbeziehungen (CRM). Während das CRM-Modul den Angaben zufolge webbasiert ist, sind die anderen Bestandteile von SoftM Altum als Client-Server-Lösung verfügbar.
Integriertes Business Intelligence
Eine integrierte Business-Intelligence-Lösung ermögliche es Altum-Anwendern beispielsweise, Analysen zu fahren sowie Scorecards und Tabellen und Grafiken zu erstellen. Diese lassen sich laut Hersteller auf mobilen Endgeräten wie dem Apple iPhone oder Windows-mobile-basierten Smartphones abrufen. Mit Hilfe eines integrierten Workflows lassen sich den Angabe zufolge beispielsweise auch Geschäftsabläufe innerhalb SoftM Altums definieren und die Zusammenarbeit innerhalb eines Prozesses koordinieren. Es besteht allerdings noch keine Möglichkeit, einen festgelegten Workflow zu simulieren, bevor er live im Softwaresystem umgesetzt wird. Das müsste auf einem Testrechner erfolgen.
Retail- und Web-Shop-Erweiterungen
Für SoftM Altum ist auch eine E-Commerce-Lösung verfügbar, mit der sich in der ERP-Lösung verwaltete Waren direkt verkaufen lassen. Unternehmen können den Webshop an ihr Corporate Design anpassen. Mit Altum Retail bietet SoftM/Comarch auch eine Erweiterung für die Filialverwaltung von Handelunternehmen an. Zu Altum Retail gehört auch eine Point-of-Sale (POS)-Anwendung. Eine Web-Demo von SoftM Altum können Interessierte anfordern, wenn sie hier klicken.
Einsteigerpaket für kleine Unternehmen
Die Preise (Foto) für SoftM Altum sind nach Funktionsumfang gestaffelt. Die komplette Suite inklusive Business Intelligence und Workflow Engine kostet 900 Euro pro Anwender. Es handelt sich dabei um so genannte Concurrent User. Die Benutzer von Altum müssen also nicht namentlich festgelegt sein. Eine Light-Version von Altum ohne Business Intelligence und Workflow Engine kostet 500 Euro pro Anwender. Mit einem weiteren Paket der Light-Version für bis zu 6 gleichzeitige Anwender zum Gesamtpreis von 1500 Euro will SoftM vor allem kleine Betriebe gewinnen. Die Retail-Erweiterung mit Back-office-Integration von Altum kostet 500 Euro pro Anwender. Die Watungskosten für SoftM Altum betragen jährlich15 Prozent des Lizenspreises.
SoftM-Marke hilft im Deutschen Markt
In Deutschland setzt laut Anfrage bislang nur ein in Frankfurt/Oder ansässiges Unternehmen die ERP-Lösung SoftM Altum ein. Um Anbietern wie Sage Deutschland schon heute das fürchten zu lernen, ist das natürlich bei weitem zu wenig. Aber da die ERP-Software technologisch auf dem neuesten Microsoft .NET-Standard aufsetzt, funktional an vergleichbare ERP-Suiten heranreicht sowie integrierte Business-Intelligence-Funktionalität und eine Workflow-Engine enthält, hat der polnische Softwarekonzern mit Unterstützung des Markennamen von SoftM durchaus eine Chance in Deutschland Fuß zu fassen – vor allem, wenn noch etwas Glück dazu kommt.
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