Der Fußballbegeisterte SAP-Gründer Dietmar Hopp hat dem Hüter des deutschen Marktes und Deutschland-Chef des ERP-Marktführers, Michael Kleinemeier, ein Eigentor geschossen. Wie Branchenbeobachter berichten, habe der Streit um ein Grundstück zwischen Hopp und den…
…Wild-Werken den Anlass für einen Wechsel des in Heidelberg ansässigen Produzenten von natürlichen Inhaltsstoffen für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie zugunsten von Oracles ERP-Software gegeben haben. Der scharfe SAP-Konkurrent Oracle hat bekannt gegeben, dass Wild in Deutschland eine strategische Entscheidung zur Ablösung des vorhandenen mySAP Systems durch eine Suite der Oracle Anwendungen gefällt hat, die Prozessfertigung, Lieferkettenverwaltung, Finanzen, Customer Relationship Management, Personalwesen und andere Bereiche umfasst.
Dr. Hans-Peter Wild, Chairman und Inhaber von WILD erklärt in seiner Stellungnahme, dass die Entscheider im Unternehmen zwar als langjähriger Anwender von SAP-Systemen und deren Leistungsfähigkeit überzeugt waren, aber dennoch begonnen, auch die Systeme von Oracle mit in Betracht zu ziehen. Schon auf den ersten Blick sei ihnen klar geworden, dass die Oracle Komplettlösung einschließlich der E-Business Suite mit dem Modul Prozessfertigung ihr Geschäft bei weitem besser unterstützt als die bis dato geplanten Anwendungen. Am Ende eines intensiven Auswahlprozesses habe die betriebswirtschaftliche Bewertung Vorteile für Oracle in fast dreistelliger Millionenhöhe gezeigt. "Oracle ist besser und kostengünstiger – da fiel uns die Entscheidung nicht mehr schwer“, betont Wild.
Während Oracle in Märkten wie den USA dem weltweiten ERP-Marktführer SAP ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefert, kann der mit Datenbanken groß gewordene zweitgrößte Sofwarehersteller in Deutschland den Walldorfern bei weitem nicht das Wasser reichen. Mit der SAP-Ablösung bei Wild gelingt es Oracle sich im Heimatmarkt seines schärfsten Wettbewerbers mit einem Referenzprojekt für weitere Aufgaben zu empfehlen – Grundstück hin oder her. SAP-Teamchef-Kagermann dürfte das nicht wirklich gefallen. Das Fußballstadion baut Dietmar Hopp jetzt übrigens in Sinsheim.
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