SAPs Deutschland-Chef Michael Kleinemeier (rechts) versteht sich gut mit SAP-Chef Henning Kagermann. Warum Michael Kleinemeier als künftiger Corporate Officer für industriespezifische Kooperationen und Vertriebsaktivitäten nicht an Leo Apotheker
berichtet, dessen Domäne als SAP-Vorstand der Vertrieb ist, sondern an Kagermann, verwundert mich dann aber doch etwas.
In der Pressemitteilung von SAP zum Abschied von Shai Agassi bleiben aber noch ein paar weitere Fragen offen. Man muss schon zwischen den Zeilen lesen, um zu verstehen, wer künftig die bisher von SAP-Deutschland-Chef Michael Kleinemeier ebenfalls verantwortete Region EMEA Central führen wird, und was das für die deutsche Führungsspitze bedeutet. Auf Anfrage des Fachmagazin is report bestätigte SAP, dass...
...Michael Kleinemeier ab 1. April nicht mehr als President von EMEA Central tätig sein wird. Das kann er auch nicht, weil die Regionen EMEA News und EMEA Central zur Region EMEA zusammengelegt wird. Und die verantwortet Ernie Gunst. Michael Kleinemeier gehört künftig dem Executive Council als Corporate Officer von SAP an. Es handelt sich dabei um eine globale Position wie der Titel Corporate Officer belegt. Dieser Posten dürfte sich nur schwerlich mit dem des Managing Directors Deutschland in Einklang bringen lassen. Chari Lazaridis, Head of Communications EMEA Central bei SAP, teilte auf Anfrage des is report mit, das SAP sich derzeit in der Evaluieringsphase befindet und die Verantwortlichkeiten der Organisation EMEA einschließlich der Geschäftsführung Deutschland demnächst verkünden werde.
Mein persönlicher Tipp lautet, dass der bisherige Vertriebschef in Deutschland, Stefan Höchbauer, das Rennen machen wird. Höchbauer hat bereits bei dem ehemaligen SAP-Wettbewerber Peoplesoft Erfahrung in der Geschäftsführung gesammelt, bevor das Unternehmen von Oracle übernommen wurde. Bevor Höchbauer zu Peoplesoft wechselte, war er bei SAPs schärfsten Konkurrenten Oracle tätig. Ob er auch die Gunst von Ernie G. hat wird sich aber noch zeigen müssen.
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