....im Prinzip das angekündigt, was er vor wenigen Wochen auf der TechEd in Las Vegas bekannt gegeben hat. Der ERP-Hersteller hat seine Releasestrategie umgestellt und wird seinen Kunden alle 6 Monate Software-Eweiterungen, so genannte Enhancement Packages, anbieten (siehe
Grafik). Während das Core-ERP von SAP bis 2010 stabil bleibt, wird es für die darunterliegende Technologieplattform Netweaver neue Versionen geben, man weiß nur nicht wann. Shai Agassi durfte auf Nachfrage bei seinem Pressechef Bill Wohl die Verfügbarkeit für das derzeit von SAP unter dem Codenamen Ney York entwickelte neue Release nicht bekannt geben: "It´s not so far away", ließ sich Agassi nur entlocken. Aus den Andeutungen von Pressesprecher Wohl lässt sich schließen, dass die Cebit 07 eine geeignete Veranstaltung für eine solche Ankündigung sein könnte.
SAPs neue Releasestrategie hat Lawrence Ellison, Gründer des stärksten SAP-Konkurrenten Oracle, Anlass zum Spott gegeben. Agassi konterte in seiner Keynote die Angriffe des Oracle-CEO: "Wir haben ein stabiles Core-ERP und nicht sieben verschiedene Applikationen." Mit den Enhancement-Packages liefere SAP alle sechs Monate mehr Innovation als jedes andere Unternehmen in dieser Branche. Im Gegensatz zu Larry Ellison lies sich das SAP-Vorstandsmitglied Agassi aber nicht zu weiteren Verbalattacken hinreisen. "Wir sind gegen niemand agressiv", betonte Agassi. So gebe es auch keinerlei Päne, die in der SAP-Basis weit verbreiteten Datenbanken von Oracle nicht mehr zu unterstützen. "Wir lassen unseren Kunden die Wahl", erklärte der in Deutschland nicht nur geliebte Ziehsohn von SAP-Gründer Hasso Plattner. Die Wahl der SAP-Klientel könnte nach seiner Ansicht aber durchaus auch auf die Opensource Datenbank MaxDB fallen. "Wir haben mehrere tausend Kunden die darauf aufsetzen", berichtet Agassi. Für Datawarehouses spricht sich Agassi aber klar gegen Oracle aus und empfiehlt den Business Intelligence Accerlerator aus dem eigenen Haus.

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