Microsoft hat Informationen des Fachmagazin is report bestätigt, denen zu Folge der Software-Hersteller eine Service Provider Edition seiner Anwendungs-Software für das Management von Kundenkontakten Dynamics CRM auf den Markt bringen will. Vertriebspartnern von Microsoft soll es mit den in der neuen Edition enthaltenen Software-Werkzeugen...
...leichter als bisher möglich sein, die so genannte Customer Relationship Management (CRM)-Software on Demand, also zur monatlichen Miete anzubieten. „Die neuen Tools reduzieren die Kosten für unsere Hosting-Partner“, erklärt der Microsoft-Manager Kees Hertogh. Hosting-Partner von Microsoft wie Genesys Telecommunications, Telecom Italia SPA und Avanade wollen Dynamics CRM zur Miete anbieten.
Obwohl Microsoft seit der Verfügbarkeit von MS CRM 180000 Anwender bei 7000 Kunden, darunter auch große Unternehmen wie Boing oder den deutschen Pharmahersteller Pfizer gewinnen konnte, gelang es dem Software-Hersteller bislang nicht im Markt für Mietsoftware Fuß zu fassen. Microsoft selbst kann jedoch auf Grund seines ausschließlich indirekten Vertriebsmodells nicht selbst am Markt auftreten, sondern ist auf seine Partner angewiesen. In den USA aber vor allem in Deutschland können diese bis dato jedoch keine größeren Kundenzahlen für Mietsoftware vorweisen. Das soll sich ändern: „Microsoft-Partner gestalten die Endkundenpreise für das Mietangebot“, erklärt Ralf Korb, Research Director bei der Hewson Group, und fügt hinzu: „Sie werden aggressiv vorgehen.“
Wettbewerber von Microsoft wie allen voran Salesforce.com aber auch dem von Oracle übernommenen Kundenmangement-Spezialisten Siebel gelang es bereits, zahlreiche Kunden für ihr Mietangebot zu gewinnen. Erst vor kurzem hat auf Grund dieses Erfolges auch SAP, der Marktführer im Geschäft mit Software zur Steuerung von betrieblichen Abläufen, ein Mietangebot für seine Kundenmanagement-Software avisiert. „Der Markteintritt von SAP zeigt, dass dieses Geschäftsmodell Wachstumspotenzial birgt“, sagt der Hewson-Analyst Korb.
Brad Wilson, weltweit für die CRM-Software von Microsoft verantwortlich, sieht sich allerdings gegenüber seinen Wettbewerbern allen voran reinen Mietsoftware-Anbietern wie Salesforce.com im Vorteil, da das Microsoft-Angebot auf dem selben Datenmodell, derselben Progammbasis und derselben Geschäftslogik basiere wie die zum Kauf angebotenen und fest auf einem Rechner installierten Lizenzen. Ein Wechsel zwischen den beiden Angebotsvarianten sei so problemlos möglich. Dies gelte auch für die Anbindung der Kundenmanagenment-Software Dynamics CRM an die eigenen kaufmännischen Produktlinien wie Dynamics AX, ehemals Axapta, und Dynamics NAV, ehemals Navision. „Die Pole-Position von Salesforce.com im Markt für Mietsoftware wird durch die Microsoft-Offensive geschwächt“, erklärt der Hewson-Analyst Korb.
Microsoft will aber auch Kunden seiner Konkurrenten im Markt für betriebswirtschaftliche Standard-Software für Dynamics CRM gewinnen. Dafür will die Gates-Company innerhalb der nächsten zwölf Monate Konnektoren auf dem Biztalk-Server anbieten, die Dynamics CRM mit den Enterprise Resource Planning (ERP)-Produkten von SAP und Oracle in Echtzeit verbinden soll. Diese Konnektoren dienen dazu, die Synchronisation von Daten sowie die Prozessabläufe zwischen den Anwendungen einfacher und schneller zu gestalten.
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