Die Omega-Fettsäuren des gestern Abend von mir verzehrten Walchensee-Saiblings rauschten durch meine Blutbahnen und…
…brachten mir zusammen mit einem isotonischen Weißbier die auf knapp 150 Km verbratenen Energien zurück. 150 Km, das ist die Entfernung hin und zurück zwischen Großweil am Kochelsee und dem großen Ahornboden im Karwendelgebirge. Diese 150 Km lassen sich auf verschiedene Art zurücklegen. Vom eleganten Bentley bis zur hoch gezüchteten Kawasaki begegnete mir so ziemlich alles, was sich fahren lässt. Als Radfahrer könnte man gut auf sie verzichten, andererseits
bezahlen sie im Gegensatz zu mir Maut, was die Straßen in die abgelegene Gegend der Eng in guten Zustand hält.
Auf die Touristenfalle im Gasthaus Eng sollten Sie bei einem Ausflug zum Ahornboden in jedem Fall verzichten. Für Brotzeiten empfehle ich die Grabl-Alm (Bild) ungefähr 8 Km vor dem Talschluss. Am besten schmeckt das Vesper aber an einem sonnigen Tag im Schatten eines Ahornbaums.
Auf der Rückfahrt bietet sich der Walchensee für eine kurze Erfrischung an. Wer länger schwimmen will, braucht dafür aber einen Neopren-Anzug. Selbst in langen, heißen Sommern erwärmt sich das Wasser nur selten auf über 18 Grad. Wer also nicht gerade vom Schlage eines Charles Bronson ist oder Navy-Seal werden möchte, sollte im Starnberger-See schwimmen.
Die Badewanne Münchens hat gute 20 Grad Wassertemperatur und ein flach abfallendes Ufer. Aber Vorsicht: Ertrinken kann man auch in Ufernähe wie König Ludwig II. bewiesen hat, wenn vielleicht auch nicht ganz freiwillig. Aufgrund einer neuen Kanalisation ist das Wasser noch sauberer als es bislang schon war. Fischer und Angler freut das nicht wirklich. Da die zahlreichen Gasthäuser ihre Speiseabfälle nicht mehr im See entsorgen, fallen die Renken ziemlich mager aus.

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