„Wir wollen Marktführer bei Unternehmensanwendungen werden“, erklärt Douglas Burgum, Chef des Microsoft-Geschäftbereichs Business Solutions, auf der weltweiten Partnerkonferenz in Minneapolis. Seine Marschrichtung sieht vor,...
...dass innerhalb von sechs bis sieben Jahren seit ihrer Gründung die aus Great Plains und Navision entstandene Business Unit die Umsatzhürde von einer Milliarde Dollar nehmen soll. Legt man dafür das Jahr der Übernahme von Great Plains, 2001, zu Grunde, müsste die MBS spätestens 2008 die Vorgabe ihres Chefs erfüllt haben.
Dazu beitragen soll vor allem auch die Software für das Management von Kundenkontakten MS-CRM, die Microsoft in Minneapolis erstmals in der Version 3.0 vorstellte. Die Version 2.0 hat die Gates-Company allerdings ausfallen lassen. Als Türöffner für MS-CRM soll das Collaboration-Produkt Outlook dienen, das viele Millionen Anwender sowohl in kleinen, mittleren als auch in großen Unternehmen nutzen. Um den Bekanntheitsgrad der MBS-Produktlinien zu erhöhen, hat Burgum sich zu dem ein größeres Marketingbudget genehmigen lassen.
Während sowohl die versammelte Microsoft-Partnerschaft als auch Burgum MS-CRM eine große Zukunft trauen, zeigten sich erstere vom Strategiewechsel bei dem künftigen ERP-Produkt Green mäßig begeistert. „The future is green“, versuchte Burgum seine Partner dennoch auf das neue Produkt einzuschwören. Der Weg zu Green sei klar beschrieben und Kunden der bisherigen Produktlinien wie Navision oder Axapta mit entsprechenden Software-Assurance-Verträgen könnten problemlos die jetzige Evolution der ERP-Pakete mit gehen.
Den Wettbewerb mit Oracle und SAP fürchtet Burgum nicht: „Wir haben die stärkste Position im Mittelstand.“ Während Microsoft seit seinem Bestehen kleine und mittelständische Unternehmen mit günstigen Produkten über einen Partnervertrieb adressiert, müssten die Wettbewerber aus dem Großkundengeschäft dies erst noch lernen. Burgum räumt allerdings ein, dass SAP künftig nicht nur bei Unternehmensanwendungen mit Microsoft konkurriert, sondern auch beispielsweise im Portal- und Plattformgeschäft.
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