Der Hersteller von Unternehmens-Software für mittelständische Betriebe Sage Software hat mit Sage CRM eine komplette Produkt-Suite zum managen von Kundenkontakten sowohl als...
...gehosteten Service zur Miete als auch zum Kauf für eine lokale Installation angekündigt. Jim Foster, Executive Vce President bei Sage Software’s Mittelstandsdivision lässt keinen Zweifel daran, welchen Wettbewerber er mit der Mietversion SageCRM.com attackieren will. "Salesforce.com hat Unternehmen Glauben gemacht, gehostete Software bedeudet keine Software. Das ist ein cleverer Weg zu sagen, wir bieten keine Alternative."
Sage bietet im Rahmen seines neuen rent-to-own-program Kunden der gehosteten Lösung SageCRM.com die Möglichkeit bis zu 50 Prozent der von ihnen bezahlten Gebühren zu erstatten, wenn sie sich innerhalb der ersten zwölf Monate zum Kauf der Software-Lizenzen entscheiden.
Die monatliche Miete für SageCRM.com beträgt mit 69 Dollar pro Anwender genau einen Dollar weniger als die von Salesforce.com. Der Kaufpreise für eine Lizenz von Sage CRM beträgt 595 Dollar pro Anwender.
Sage Deutschland evaluiert derzeit noch, ob und in welcher Form der in Frankfurt ansässige Software-Hersteller mit einem ähnlichem Angebot an den Markt gehen wird. "Mehr kann ich Stand heute nicht dazu sagen", erklärt Peter Dewald, Geschäftsführer bei Sage Deutschland.
Bei den Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2006, die Salesforce.com heute vorgelegt hat, wundert es nicht, dass Sage wie auch Siebel Systems ein Stück vom On-Demand-Kuchen abbekommen möchte. Salesforce.com fuhr in diesem Zeitraum einen Umsatz von 64,2 Millionen Dollar ein, ein Anstieg von 84 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 18 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Der Nettogewinn beträgt 4,4 Millionen. Der Umsatz in Höhe von 64,2 Millionen Dollar setzt sich aus 58,2 Millionen Dollar Gebühren für Abonnenten und Supportleistungen sowie 6 Millionen Dollar für Service-Dienstleistungen zusammen.
Im Q1 2006 gewann Salesforce.com 1.600 Kunden und 40.000 zahlende Abonnenten dazu. Insgesamt hat das kalifornische Softwarehaus jetzt 15.500 Kunden und rund 267.000 zahlende Abonnenten.
Siebel Systems vermeldete im April 2005 33.000 Abonenten für ihr On-Demand-Angebot. Wie das neue Angebot von Sage ermöglicht es auch das von Siebel, bei steigenden Anforderungen vom ASP-Betrieb auf gekaufte Lizenzen umzusteigen, da der Software jeweils die gleiche Technologie einschließlich Datenmodell zu Grunde liegt. „Dies ist ein deutliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber Salesforce.com“, betont Frank Naujoks, Analyst bei der Hewson Group.
Der Software-Riese Microsoft bietet in Deutschland selbst noch keine Anwendungs-Software zur Miete an, aber deren Partnerunternehmen Unidienst aus Freilassing bei München.
Christian Glas, Consultant bei Pierre Audoin Consultants (PAC) GmbH, hält ASP-Angebote (Application Service Providing) vor allem für den Mittelstand für sehr interessant. „Da ASP nur eingeschränkte Customising-Möglichkeiten bietet, das aber zu einem meist sehr guten Preis mit einem Minimum an Risiko, ist dieses Modell für diese Klientel besonders geeignet.“ Beim ASP-Modell betreibt der Anbieter eine hochgradig standardisierte Anwendung und stellt diese mehreren Kunden über einen Webbrowser zur Verfügung (1:n-Modell).
Großkunden seien laut Glas im Gegensatz zum Mittelstand auf ein hohes Maß an Customising angewiesen, da es sehr aufwendig und meist auch nicht sinnvoll ist, die eigenen Prozesse an die Möglichkeiten der IT-Lösung anzupassen. Ganz anders der Mittelstand: Er könne sich komplexe Customising-Projekte gar nicht leisten. Gleichzeitig sei er wesentlich flexibler, die eigenen Prozesse zu verändern. Das sei häufig auch sinnvoll, weil gerade so genannte. Sekundär-Prozesse im Mittelstand noch optimierungsfähig sind.
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